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Wir fahren Zug nach Annaberg-Buchholz!

< engl. version below >

Am 11.6. fahren wir nach Annaberg-Buchholz ins Erzgebirge um gegen die Abtreibungsgegner:innen zu protestieren, die dort einen “Schweigemarsch für das Leben” durchführen. Ein Blick nach Polen oder in die USA zeigt, dass enorme backlashs drohen, wenn christliche Fundamentalist:innen Einfluss auf Regierungen oder – wie in den USA – als Richter:innen im Supreme Court ausüben. Daher ist es wichtig, mit unserem Protest und unseren Forderungen auch in Annaberg-Buchholz präsent zu sein und den Forderungen der Fundamentalist:innen nach einem absoluten Verbot von Abtreibung zu widersprechen. Wir wollen das ganze Gegenteil: Die Abschaffung von § 218 StGB! Abtreibungen müssen legal, kostenlos und sicher sein! Hier verlinken wir Euch den Aufruf zur Demonstration von Pro Choice Sachsen und unsere Forderungen.

Anreise: Wir fahren mit dem Zug, der >> aufgrund unserer Demonstration in doppelter Stärke fährt <<, yeah!
Los geht es um 10:02 Dresden Hauptbahnhof, Gleis 8 nach Chemnitz (aufgrund von Bauarbeiten steigen wir in Chemnitz um, nicht in Flöha) und zurück um 18:13 ab Annaberg-Buchholz. Wir gehen davon, dass dann das 9 Euro Ticket eingeführt sein wird und somit alle günstig auf diesem Ticket fahren können. Wir treffen uns daher direkt auf dem Bahnsteig!
Die Demonstration startet dann auch direkt am unteren Bahnhof in Annaberg.
Eine Anreise mit dem Auto ist natürlich auch möglich. Die kostenpflichtigen Parkplätze befinden sich im Parkhaus Gehrisch-Ruh, auf dem Parkplatz Untere Schmiedegasse oder an der Geyersdorfer Straße.

Aktuelle Infos gibt es während der Demonstration über den Lauti oder bei Twitter (@ProChoice_SN // #ab1106)

Verpflegung: Bitte plant Getränke und Verpflegung für den Tag ein.

Fundis: Der Schweigemarsch von “Lebensrecht Sachsen” beginnt 14:00 Uhr vor dem Erzgebirgsklinikum. Wir wollen sie dabei lautstark, kreativ und entschlossen begleiten und ihren Marsch zum Desaster machen. Ihre antifeministische Hetze werden wir nicht unwidersprochen lassen!

Support: Am 11.6. wird der Ermittlungsausschuss (EA) Leipzig erreichbar sein: Telefon: 0341 211 93 13

Wir freuen uns auf Euch!

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We take the train to Annaberg-Buchholz!

On 11.6. we are going to Annaberg-Buchholz (Erzgebirge) to protest against the anti-abortionists who are holding a “Silent March for Life” there. A look at Poland or the USA shows that enormous backlashes threaten when Christian fundamentalists exert influence on governments or – as in the USA – as judges in the Supreme Court. Therefore it is important to be present with our protest and our demands also in Annaberg-Buchholz and to contradict the demands of the fundamentalists for an absolute ban of abortion. We want the complete opposite: The abolition of § 218 StGB! Abortions must be legal, free and safe! Here you can read the call for the demonstration of Pro Choice Saxony and our demands.

Directions: We will travel by train, which will run >> in double strength due to our demonstration <<, yes!
We leave at 10:02 Dresden main station, track 8 to Chemnitz (due to construction works we change trains in Chemnitz, not in Flöha) and return at 18:13 from Annaberg-Buchholz. We assume that then the 9 Euro ticket will be introduced and thus everyone can travel cheaply on this ticket. Therefore, we meet directly on the platform!
The demonstration will then also start directly at the lower station in Annaberg.
A journey with the car is naturally also possible. The paid parking spaces are located in the parking garage Gehrisch-Ruh, in the parking lot Untere Schmiedegasse or on Geyersdorfer Straße.

Up-to-date info will be available during the demonstration via Lauti or on Twitter (@ProChoice_SN // #ab1106).

Catering: Please bring drinks and food for the day.

Fundis: The silent march of “Lebensrecht Sachsen” will start at 14:00 in front of the Erzgebirgsklinikum. We want to accompany them loudly, creatively and resolutely and turn their march into a disaster. We will not let their anti-feminist agitation go unchallenged!

Support: On 11.6. the Investigation Committee / Ermittlungsausschuss (EA) Leipzig will be available: Phone: 0341 211 93 13

We are looking forward to seeing you!

Your body – your choice! Raise your voice!

Veranstaltungen rund um unsere Demonstration in Annaberg-Buchholz

Am 11. Juni fahren wir zusammen mit Aktivist*innen u.a. aus Chemnitz, Leipzig und Berlin nach Annaberg-Buchholz, um gegen den Schweigemarsch der christlichen Fundamentalist*innen zu demonstrieren. Genauere Infos zur Anreise etc. folgen noch. Unser Protest wird auch in Dresden von zwei Veranstaltungen gerahmt, die sich mit reproduktiven Rechten auseinandersetzen – und zu denen wir Euch herzlich einladen!

9. Juni, 19 Uhr, Zentralkino (Kraftwerk Mitte 16, 01067 Dresden)
“WIE WIR WOLLEN” Filmvorführung und anschließendes Gespräch mit den Filmemacher:innen und pro choice Dresden

WIE WIR WOLLEN ist ein kollektives, filmisches Portrait, in dem 50 Individuen, die in Deutschland eine ungewollte Schwangerschaft abgebrochen haben, zu Wort kommen. Persönlich, nachdenklich, gespickt mit Witzen und Momenten der Empörung, bieten diese Erzählungen ein ermutigendes Gegennarrativ zum gesellschaftlichen Tabu rund um Abtreibungen. In Deutschland, wo Abtreibungen immer noch als Straftat gelten und das ungeborene Leben unter rechtlichem Schutz steht, wird der Zugang weiterhin erschwert durch einen bundesweite Ärzt:innenmangel sowie ein sich ausbreitendes Netzwerk an christlichen Fundamentalist*innen. WIE WIR WOLLEN blickt über die pro-choice / anti-choice Dichotomie hinaus, um kritisch zu hinterfragen, was es überhaupt bedeutet, eine freie Entscheidung zu treffen – in einer Gesellschaft, die Menschen durch cisheteronormative, rassistische, kapitalistische und be_hindertenfeindliche Strukturen unterdrückt.

Trailer zum Film

In Kooperation mit Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V.

14. Juni, 19 Uhr, Zentralkino (Kraftwerk Mitte 16, 01067 Dresden)
Selbstbestimmt – Für reproduktive Rechte. Lesung und Gespräch

Wer soll in unserer Gesellschaft Kinder bekommen und wer nicht? Wie greifen Staat und Religion in das Recht auf den eigenen Körper ein? Und was hat das mit Rassismus und sozialer Ungleichheit zu tun? Auch heute sind weibliche ebenso wie queere Körper noch immer fremdbestimmt und staatlicher, patriarchaler Kontrolle ausgesetzt. Reproduktive Rechte sind Menschenrechte, doch sie sind gefährdet.
Zwangssterilisationen, Schwangerschaftsabbrüche, Zugang zu Verhütungsmitteln, Müttersterblichkeit unter der Geburt: All das hängt damit zusammen, wie das Recht auf den eigenen Körper ausformuliert und umgesetzt ist. Wessen Kinder erwünscht sind, sogar eingefordert werden, und wessen nicht, sagt viel über den Stand der Menschenrechte in einer Gesellschaft aus. Es ist Wesensmerkmal fundamentalistischer und rechter Regime, reproduktive Rechte zu bekämpfen und zu unterdrücken. Doch selbst in Demokratien sind diese Rechte keineswegs verwirklicht.
Gesine Agena, Patricia Hecht und Dinah Riese beschreiben in ihrem Buch „Selbstbestimmt – Für reproduktive Rechte“ an zahlreichen Beispielen von Indien über die USA bis Argentinien und Deutschland den feministischen Kampf für körperliche Selbstbestimmung.

In Kooperation mit Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V.

Pressemitteilung #SafeAbortionDay: 28.9.2021 – Kundgebung in Dresden zum Internationalen Tag für sichere Schwangerschaftsabbrüche

Am Dienstag, 28.09.2021 findet der Internationale Tag für sichere Schwangerschaftsabbrüche statt – der International Safe Abortion Day. Aus diesem Anlass laden die Beratungsstellen Pro Familia Sachsen, das Projekt Melisse und Pro Choice Sachsen zu einer Kundgebung auf den Neustädter Markt in Dresden ein.

In diesem Jahr steht die Kundgebung unter dem Motto “Weg mit § 218 StGB – 150 Jahre Widerstand”. Mit zahlreichen anderen Pro Choice Initiativen in vielen anderen deutschen Städten werden wir am 28.9. die Streichung des § 218 aus dem Strafgesetzbuch fordern. Die Regelung von Schwangerschaftsabbrüchen im Strafgesetzbuch entmündigt Betroffene und verweigert ihnen eine würdevolle, selbstbestimmte Entscheidung. Auch die medizinische Versorgungssituation wird immer kritischer, da immer weniger Ärzt*innen Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Ärzt*innen dürfen zudem auf ihren Websites nicht ausführlich über Schwangerschaftsabbrüche informieren, weil der Paragraf 219a StGB dies verbietet.

Wir fordern das Recht auf kostenlose, wohnortnahe und sichere Schwangerschaftsabbrüche ohne Beratungszwang. Wir fordern, dass Schwangerschaftsabbrüche als Grundversorgung anerkannt und Kassenleistung werden.
Wir fordern, dass die Behandlung in die medizinische Ausbildung integriert wird.
Wir fordern eine vollständige Legalisierung durch Streichung des § 218 und § 219 aus dem Strafgesetzbuch.

Informationen zum Ablauf
16:00 – 19:00 Informationsstände von ProFamilia und Melisse Projekt, kritische Medizinerinnen,   Malobeo, Frauen- und Mädchen-Gesundheitszentrum Medea e.V., sowieso* Frauen für Frauen e.V. und Buchladen Pusteblume

17:00 – 19:00 Redebeiträge
Goldener Reiter/Neustädter Markt

Für Rückfragen stehen wir ab dem 27.09.2021 ab 15 Uhr unter der Telefonnummer 015906717502 sowie ab 16 Uhr am Kundgebungsort zur Verfügung.

Informationen finden Sie auch in den Sozialen Netzwerken unter:
twitter: @ProChoice_SN
Blog: www.schweigemarsch-stoppen.de
Facebook: https://www.facebook.com/profamilia.bv, www.facebook.com/prochoicesachsen/

Mit freundlichen Grüßen,
Claudia Neubauer-Fritzsche,
Pressesprecherin SafeAbortionDay Dresden