Berichte zur Pro-Choice-Demo im Salzburg

Zu den Pro-Choice-Protesten in Salzburg haben die Organisator_innen einen Bericht veröffentlicht (Blog / linksunten.indymedia). Mit einer lauten Demonstration von 150 Menschen und weiteren Störaktionen konnten die Fundis zwar nicht wirksam blockiert werden, es gelang jedoch, den 1000-Kreuze-Marsch von öffentlichkeitswirksamen Plätzen fernzuhalten. Auch der No218-Blog und derStandard.at berichteten über die Aktionen. Wir möchten an dieser Stelle das erwähnte Grußwort dokumentieren, mit dem wir unsere Solidarität mit den Protesten in Salzburg zum Ausdruck bringen:

Liebe Feminist_innen

wir wollen unsere Solidarität mit eurem Kampf gegen religiöse FundamentalistInnen und ihre frauen*verachtenden Ansichten in Salzburg zum Ausdruck bringen.

In Lateinamerika wie in den USA, in Österreich wie in Großbritannien – weltweit begegnen emanzipatorische Bewegungen religiös-fundamentalistischen Versuchen, Frauen* zu kontrollieren und (über) ihr Leben zu bestimmen. Weltweit versuchen reaktionäre Kräfte so ihren Einfluss auf die Gesellschaft zu sichern und auszuweiten. Eines ihrer Mittel ist dabei die Kontrolle über reproduktive Rechte. Sie tun das auf Kosten von unterdrückten und weniger privilegierten Menschen. Das wollen wir nicht länger hinnehmen!

Unsere Stärke im Kampf gegen diese reaktionären Aktivitäten liegt darin, dass wir emanzipatorische Kämpfe auf der ganzen Welt verbinden. Wenn wir unsere Erfahrungen austauschen, unsere Analysen und Kritiken teilen, wenn wir unsere Bemühungen um eine befreite und solidarische Gesellschaft vereinen, wenn wir zusammen stehen, egal ob in harten Zeiten oder beim Feiern unserer Erfolge – dann werden wir die patriarchalen und kapitalistischen Strukturen überwinden, die stetig unsere Leben verschlechtern und unsere Freiheit einschränken. (Top!)

Auch wenn die Situation in den verschiedenen Weltregionen unterschiedlich aussieht, so einen uns doch unsere gemeinsamen Interessen und die vergleichbaren Herausforderungen im Kampf für das Selbstbestimmungsrecht von Schwangeren!

In Sachsen müssen wir uns mit einem Schweigemarsch herumschlagen, der die jetzt schon eng begrenzten legalen Möglichkeiten für Schwangerschaftsabbrüche komplett abschaffen will. Am 1. Juni haben erneut Evangelikale ihre regressiven Forderungen in Annaberg-Buchholz, einer kleinen Stadt im sächsischen Erzgebirge, auf die Straßen getragen. Doch wir waren auch dort und haben erfolgreich interveniert! Lautstark, kreativ und entschlossen haben wir für das Recht auf freie Entscheidung eingestanden und den Fundis ihre Grenzen aufgezeigt. Wir werden auch weiterhin einschreiten, wenn sie versuchen, ihre reaktionären Ansichten in die öffentliche Meinung und politische Debatten hineinzutragen.

Und so wünschen wir auch euch viel Glück bei dem Protest in Salzburg. Unsere Gedanken sind bei euch, wir drücken euch die Daumen für einen erfolgreichen Aktionstag!

When they try to take our rights – we don’t step back, we start to fight!
Aborto Libre! Alerta Feminista!

Pro Choice Sachsen
www.schweigemarsch-stoppen.de

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